Energie effizient einsetzen
Eine Aktion der regionalen Wirtschaft, unterstützt vom Landkreis Neuburg-Schrobenhausen und der Städte Neuburg und Schrobenhausen.
In den letzten Jahren sind die Kosten für Öl, Gas und Strom ständig gestiegen und werden sicherlich auch in Zukunft sehr hoch sein. Durch einen effizienten Einsatz von Energie ist es uns aber durchaus möglich, diese Kosten in den Griff zu bekommen.
Die Aktion „Energie effizient einsetzen“ bietet eine gute Gelegenheit für alle, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen: Ob Neubau, Modernisierung oder Sanierung von Altbeständen, unsere fachkundigen Energieberater zeigen Ihnen gerne Ihren Energieverbrauch auf und stehen Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung. Ihr Vorhaben führen unsere qualifizierten Partnerunternehmen in bester Qualität aus - immer mit dem Ziel, Ihre Energiekosten so gering wie möglich zu halten. Auch für bereitstehende Fördermittel und finanzielle Beratung können Sie sich vertrauensvoll an unsere Partner wenden.
Durch Ihren verantwortungsvollen Einsatz von Energie sparen Sie nicht nur Ihr Geld - Sie tragen außerdem dazu bei, den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 zu senken. So ermöglichen Sie auch unseren Kindern noch eine lebenswerte Zukunft in einer intakten Umwelt.
Informieren Sie sich über unsere Leistungen – damit auch Sie in Zukunft „Energie effizient einsetzen“.

Hydraulischer Abgleich
Viele Hausbesitzer und Mieter kennen das: Vom Heizkessel entfernte Räume, zum Beispiel im Dachgeschoss, werden nicht ausreichend mit Wärme versorgt. Hingegen werden Zimmer, die nah am Heizzentrum liegen, zu heiß. Schuld ist die Tatsache, dass sich das Wasser in Ihrer Heizung stets den Weg des geringsten Widerstandes sucht. Deshalb fließt durch lange, dünne Rohre weniger Wasser als durch kurze, dicke. Überdimensionierte Pumpen und höhere Vorlauftemperaturen können diese Symptome lindern – allerdings auf Kosten eines erhöhten Energieverbrauchs und lästiger Fließgeräusche.
Die richtige Einstellung des Heizsystems durch einen hydraulischen Abgleich löst das Problem der ungleichmäßigen Wärmeverteilung. Dazu nimmt der Heizungsfachmann zunächst eine Heizlastberechnung für jeden Raum vor. Dabei spielen zum Beispiel die Dämmung der Außenwände und des Daches sowie die Heizkörpergröße eine wichtige Rolle. Danach bestimmt er die passende Heizwassermenge für jeden Raum und den optimalen Druck der Heizungspumpe. Das Ergebnis dieser Berechnungen sind Werte, die an den Thermostatventilen jedes Heizkörpers vom Monteur voreingestellt werden.
… oder anders ausgedrückt:
Der hydraulische Abgleich beschreibt ein Verfahren, mit dem erreicht werden kann, dass in einer Heizungsanlage jeder Heizkörper oder Heizkreis einer Flächenheizung, bei einer festgelegten Vorlauftemperatur der Heizungsanlage genau mit der Wärmemenge versorgt wird, die benötigt wird, um die für die einzelnen Räume gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.
Dies wird mit genauer Planung, Berechnung, Einstellung und Überprüfung bei der Inbetriebnahme der Anlage erreicht. Auch ein nachträglicher hydraulischer Abgleich ist möglich, wenn die dafür erforderlichen Armaturen im Rohrnetz vorhanden sind (etwa voreinstellbare Thermostatventile und evtl. Strangdifferenzdruckregler). Fehlen diese, so müssen sie nachgerüstet werden. Für die notwendigen Berechnungen müssen die Daten (gewünschte Temperatur, U-Wert der Wände, vorhandene bzw. geplante Heizflächen ...) für jeden beheizten Raum erfasst und aufbereitet werden.
Ist eine Anlage abgeglichen, ergeben sich mehrere Vorteile:
- Die Anlage läuft mit einem optimalen Anlagendruck und kann mit einem optimal niedrigen Volumenstrom betrieben werden.
- In vielen Fällen ist eine niedrigere Vorlauftemperatur möglich, was sich auf die Anlagenverluste positiv auswirkt.
- Die Pumpenleistung ist optimiert.
- Niedrigere Brennstoff- und Betriebskosten (Pumpenstrom)
- Überdimensionierte und nicht hydraulisch abgeglichene Heizungsanlagen arbeiten deutlich ineffizienter und erhöhen somit die Heizkosten bei unnötig hohem Energieaufwand.
Achtung: Diese Maßnahme optimiert die Effektivität der Heizungsanlage - sie ändert nichts am Heizenergiebedarf des Gebäudes!
Förderung der KFW seit dem 01.04.2012:
mit einem Investitionszuschuss von 7,5% max. 3.750,- €, Mindestinvestition 4.000,- €
gefördert wird: die Optimierung der Wärmeverteilung bei bestehenden Heizungsanlagen
Dabei sind folgende Maßnahmen durchzuführen:
- die Analyse des Ist-Zustandes nach DIN EN 15378
- die Durchführung des hydraulischen Abgleichs
- die Umsetzung aller aufgrund beider Analysen erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am gesamten Heizsystem (z. B. die Optimierung der Heizkurve, die Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung sowie der Einsatz von Einzelraumregler)
- die Einregulierung der Anlage in den Soll-Zustand
- die Analyse des Ist-Zustandes sowie weitere Planungsleistungen gelten nicht als antragsrelevanter Vorhabensbeginn
Dazu ergänzend sind förderfähig:
- Ersatz bestehender Pumpen durch Hocheffizienzpumpen (Effizienzklasse A), hocheffiziente Trinkwasserzirkulationspumpen
- Einbau voreinstellbarer Heizkörperthermostatventile und von Strangdifferenzdruckreglern
- Umbau von Ein- in Zweirohrsystemen und in Einrohrsystemen
Durch die Mindestinvestitionssumme von 4.000 Euro werden vor allem mittlere und große Mehrfamilienhäuser von der neuen Förderrichtlinie profitieren.
(Texte aus den Quellen zusammengestellt: Dipl.-Ing. (FH) Gebäudetechnik / -klimatik Petra Goschenhofer)
Quellen:
www.kfw.de, www.heizungsfinder.de, www.co2online.de, www.meine-heizung.de




